Zum Hasborner Sauerbrunnen

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Lust auf Gegensätze? Lust auf oben und unten? Die Wanderung führt rund um Ober- und Niederscheidweiler, die Oberscheidweiler und die alte Hasborner Mühle. Diese Wanderung auf dem Zwei-Bäche-Pfad durch zwei benachbarte Bachtäler — das Tal der Alf und das Tal des Sammetbach — ist für Wanderer und Naturfreunde ein echter Geheimtipp.

Wir starten in Niederscheidweiler an der Kirche. Wenn Euch das willkürlich erscheint: Ich komme später darauf zurück Ihr werdet es dann verstehen. Niederscheidweiler ist der Weiler — das Dorf — das das Sammetbachtal vom Alfbachtal „scheidet“. Wo könnte das deutlicher sein als am Dorfplatz mit dem Ortswappen und der Info-Tafel zur Dorfgeschichte. Dort steht dar „Hauptwegweiser“ mit der Information: »Links ins Alfbachtal rechts ins Sammetbachtal«. Wir — das sind Hans Christian von der Strotzbüscher Mühle und Der Maarwanderer — wenden uns aus dem gleichen Grund, der uns in Niederscheidweiler starten lässt, in Richtung Alfbachtal.

Durch ein schmales und namenloses Nebenbachtal des Alfbach geht es gleich hinunter in Richtung desselben. Wir erreichen die K31, der wir wenige Meter folgen, bevor es nach links auf einen steilen Pfad hangaufwärts geht. Zu früh für eine Rast? Egal den Ausblick vom Rastplatz auf einer Felsnase auf das Alfbachtal und die Hontheimer Mühle soltet Ihr ein paar Augenblicke genießen.

Wir erreichen das Alfbachtal mit seinen weiten Auen, durch die der Alfbach, von Weiden und Erlen eingefasst, in weiten Bögen und Schleifen mäandert. Ein wundervolles Bild, das wir am Rastplatz „Alte Eiche“ einen Moment verweilend genießen. mit welchen liebevollen Details ein Wanderweg zu einem besonderen Erlebnis mit Erinnerungswert aufgewertet werden kann. Unter dem Tisch hängt eine »Zwei-Bäche-Pfad-Tischbürste«, mit der man Tisch und Bank etwas reinigen kann. Die obligatorische Karte mit Standort fehlt natürlich auch nicht! Aber es gibt noch andere solcher ‚Kleingkeiten‘, davon später mehr.

Bald sind wir an der L51, die wir hier kreuzen und einem steilen Pfad in den Hang hinauf folgen. Wer es bequemer haben mächte, kann den Aufstieg umgehen un der Straße folgend den Aufstieg umgehen und so zur Oberscheidweiler Mühle gelangen. So oder so: Die Mühle ist erreicht und nun geht es hianuf nach Oberscheidweiler, wo wir an der Kirche etwa die Hälfte der Tour hinter uns haben. Weiter geht es nun hinunter ins Sammetbachtal. Und hier wartet nach wenigen hundert Metern der Grund, weshalb wir Oberscheidweiler und seinen ‚Naturkühlschrank‘ als ‚Halbzeitpause‘ gewählt und den Startpunkt nach Niederscheidweiler gelegt haben.

Für eine ausgiebige Rast auf der Hälfte der Strecke bietet sich der Naturkühlschrank Owaschepa, an den man auf der Basis „Vertrauen gegen Vertrauen“ ein kühles Getränk genießen kann, unbedingt an. Weiter geht’s und möglicherweise ist man nach Genuss eines Pils oder auch Radlers in der richtigen Stimmung das „Eifellied“ oder „Mein Owaschepa“ zu schmettern. Der Männergesangverein Oberscheidweiler hat wenige Meter nach dem Naturkühlschrank Owaschepa die Texte und Noten in einem „Lieder-Halbkreis“ bereit gestellt. Vom Singen erschöpft kann man dann (fast) daneben ›Rasten & Ruhen‹.

Ein langer Abstieg, der hin und wider überwältigende Panoramablicke auf die Vulkaneifel freigibt führ uns an den Sammetbach, den wir am Hasborner Sauerbrunnen erreichen. Der Brunnen ist in Stein gefasst und abgedeckt. Hans-Christian öfnnet den Deckel und hat sogleich eine dor befestigte Schöpkelle in der Hand, mit der wir beide einen Schluck des nur leicht säuerlichen Quellwassers probieren. „Durchaus trinkbar und schmackhaft“, so unser beider Urteil.

Es ist ein stiller und friedvoller Ort dort unten am Sauerbrunnen und wir bleiben ein Weilchen hier und genießen Stille und Frieden. Als wir weitergehen, steht fest, dass wir Hasborn auslassen werden. Dieser Ort hat bei mir immer einen wenig reizvollen Eindruck gemacht und so ersetzen wir den Aufstieg nach Hasborn durch einen Besuch der alten Hasborner Mühle etwas abseits der ausgewiesenen Rotue. Die Hasborner Mühle, am Sammetbach gelegen und bis 1957 als Getreidemühle genutzt, steht seit einigen Jahren leer. Zwar wird sie in der Datenbank der Naturdenkmäler unter „heute Restaurationsbetrieb“ geführt. Aber dessen Zeit ist auch schon lange vorbei. Die Spuren sind aber heute noch erkennbar. Freunde berichten mir später, dass sie vor einigen Jahren dort noch gefeiert haben, heute ist es ein typischer „Lost Place“, vollkommen verrottet, aber wunderschön gelegen.

Entlang der Devonroute mit rötlichen Schieferfels-Wänden gehen wir nun wieder hinab ins Sammetbachtal, kreuzen den Bach an einer weiteren Rundholz-Brücke und steigen auf sonnendurchfluteten Pfaden hoch nach Niederscheidweiler, dem Ort zwischen den beiden Bachtälern dieses Vulkaneifel-Pfades besuchen das kühle Innere der Pfarrkirche Sankt Hubertus und beshließen die Tour in der Stille des Kircheninneren.

GPS-Daten downloaden Zwei-Bäche-Pfad

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