Pulvermaar und Immerather Maar

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Die Maare, das sind mit Wasser gefüllten Vulkankrater sind das besondere an der Vulkaneifel. Diese Wanderung führt zu zwei Maarseen mit sehr unterschiedlichem Charakter. Da ist zum Einen das idyllisch verträumte Immerather Maar, das nur wenigen bekannt ist. Und es geht zum „Bilderbuchmaar“ der Vulkaneifel, dem Pulvermaar. Das Pulvermaar, das „blauestes Auge der Eifel“ ist mit 700 m Durchmesser und 70 m Wassertiefe der größte und tiefste Maarsee der Eifel.Ein Abstecher zum Strohner Määrchen, einem „verlandeten“ Maar, in dem heute ein Zwischenmoor aufwächst, rundet die Tour ab.


Neben den Maarseen sind die Thermalquellen und Sauerbrunnen ein Merkmal unserer herrlichen Vulkaneifel. Zu einer solchen Quelle geht es zunächst, liegt sie doch direkt an unserer Mühle und heißt entsprechend „Strotzbüscher Thermalquelle“. Haltet Eure Hände ins Quellwasser und schmeckt das Wasser. Nun wisst Ihr, warum diese Quellen auch „Sauerbrunnen“ genannt werden!

Von der Quelle geht’s fast alpin weiter zur Üßbachhütte mit Blick in das Siebenbachtal. Hier könnt Ihr nach 150 m Aufstieg auch ein wenig verschnaufen, bevor es ins Örtchen Strotzbüsch mit seiner Trutz- und Wehrkirche St. Vincentius geht. Ein Blick in die erhöht gelegene Kirche lohnt! Nach der Stille und Begrenztheit der Kirche tut uns nun ein Blick über die Weite der Vulkaneifel gut, bevor wir am Maarberg in den Wald und das verwunschene Maarbachtal eintauchen. Ein stück entlang des Maarbach und wir sind am Immerather Maar.

Genießt die Stille und die besondere Atmosphäre des kleinen und flachen Sees. Je nach Tageszeit und Witterung wechselt die Farbe der Wasseroberfläche von goldgelb und grün zu einem satten blau. Es ist fast ein Versprechen. Außer Euch werdet Ihr hier niemanden treffen.


Das Immerather Maar liegt in einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet und ist vor etwa 40.000 – 70.000 Jahren entstanden. 1750 wurde das Maar über den Maarbach abgelassen, trockengelegt und diente als Weide. Die Maarfläche war sogar parzelliert. Zwischen 1914 und 1918 verwilderte der Bach, es kam zu einem Aufstau und der Bildung eines flachen Maares. Die Wassertiefe beträgt maximal 2,50 m.

Nach der Stille am Maar habt Ihr vielleicht das Bedürfnis Eure „Mitte“ zu finden: Das könnt Ihr nach dem Aufstieg auf den Maarrand. Geht dort in das aus Weißbuche angelegt Hecken-Labyrinth Legt zur Sicherheit einen Faden aus, man weiß ja nie!

Eigentlich ist das Immerather Maar ein Doppelmaar, d. h. ein Vulkan mit zwei Kratern. Im einem Krater liegt der Maarsee, im anderen liegt das Dörfchen Immerath, das dem Maarsee den Namen gibt und unser nächstes Ziel ist. Auf der Höhe zwischen den Maaren haben die Immerather eine Streuobst-Kultur angepflanzt, in der alte heimische Obstsorten kultiviert werden. Ihr werdet absonderliche Namen finden!

Touren an die Maare sind anstregend. Kaum aufgestiegen, geht es hinab nach Immerath und gleich wieder hinauf auf den Röckersheckberg, von dort gleich wieder hinunter ins Tal und hoch auf den Maarrand des Pulvermaar. Hier könnt Ihr einen Kaffee oder ein Wasser trinken, um Euch für den steilen Abstieg ans Pulvermaar zu wappnen. Das Pulvermaar ist Teil des Vulkansystems „Pulvermaar – Römerberg – Strohner Määrchen“.

Das Naturschutzgebiet Pulvermaar – Römerberg – Strohner Määrchen liegt mitten im Geopark Vulkaneifel — einem „Unesco Global Geopark“. In diesem Naturschutzgebiet gibt es gleich drei Vulkane, die auf einer NW-SO-Achse direkt nebeneinander liegen: Den Pulvermaar-Vulkan mit dem wohl vollkommensten Maarsee der Vulkaneifel, den Römerberg-Vulkan mit seinem Schlackekegel und der verlandete Strohner Maarsee — das Strohner Märchen — mit seinem seltenen Hochmoor.

Römerberg und Strohner Määrchen (auch Strohner Märchen genannt) sind die nächsten Stationen, bevor es zu einem besonderen Highlight geht, nämlich dem kleinsten mit Wasser gefüllten Maar der Eifel: Das Trautzberger Maar wurde erst vor wenigen Jahren renaturiert und füllt sich durch Oberflächenwasser auf, hat aber seine endgültige Größe bereits erreicht. Dieses „kleinste Auge der Eifel ist wirklich sehenswert.“

Nach dem Besuch des Trautzberger Maares steht nun der Rückweg an, der uns durch Trautzberg und das Diefebachtal zurück nach Strotzbüsch führt, an dessen Ortsrand uns das Hubertuskapellchen begrüßt.

GPS-Daten downloaden Pulvermaar-Immerather-Maar

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